Wirtschaft in Deutschland
Wirtschaft in Deutschland
Made in Germany, weltweit erfolgreich
Made in Germany ist ein Qualitätssiegel in aller Welt – und Produkte aus Deutschland stehen für innovative Technik und top Verarbeitung. So ist es nicht verwunderlich, dass Deutschland Exportweltmeister ist – und dies bereits seit Jahrzehnten. Auch wenn günstig in Asien produzierende Unternehmen ebenfalls auf den Export setzen. Qualität gewinnt am Ende, und so werden auch künftig Produkte Made in Germany sich weltweit größter Beliebtheit erfreuen. Doch nicht nur deutsche Produkte ist weltweit begehrt. Auch Knowhow und die Ergebnisse aus Forschung und Entwicklung finden internationaler Beachtung. Deutsche Unternehmen bauen Staudämme in Afrika, installieren Solarparks in Spanien. Ingenieure von namhaften Unternehmen wie Thyssen oder Bosch sind in der ganzen Welt unterwegs.
Doch auch die Deutschen wissen deutsche Qualität zu schätzen. So
fahren sie am liebsten deutsche Autos, trinken deutsches Bier, und
Traditionsunternehmen, die ausschließlich in Deutschland produzieren
genießen ein positives Image. Doch es gehört mehr zu deutschen
Wirtschaft als es für den Verbraucher ersichtlich ist. Gerade die
Grundlagenindustrien sind – nicht nur in Deutschland – für eine Nation
von großer Bedeutung. Land- und Forstwirtschaft, die Nutzung der
(Boden-)Ressourcen zur Gewinnung von Energie, Das Gesundheitswesen,
die Verkehrswirtschaft – Teilbereiche der Wirtschaft, die das Land
aufrechterhalten und die Grundlage für eine funktionierende Wirtschaft
sind.
Was geschieht wenn die wirtschaftliche Grundlage eines Landes nicht optimal organisiert und strukturiert ist, sieht man an bestimmten Ländern, gerade an Schwellenländer, deren Infrastruktur aufgrund des Wachstums der Wirtschaft an ihre Grenzen stößt. Waren zu befördern dauert lange und stellt einen Wettbewerbsnachteil dar, die Energieversorgung hat seine Lücken und Tücken. Probleme, die sich negativ auf das Image eines Landes und seiner Wirtschaft auswirken – und womit Unternehmen der deutschen Wirtschaft kaum zu kämpfen haben.
Die Automobilindustrie ist bedeutsam für die deutsche Wirtschaft, und hat auch in der Politik eine entsprechende Lobby. Wohl auch der Grund, warum Deutschland eines der wenigen Ländern in Europa ist ohne Tempolimit und Mautgebühr auf den Autobahnen. Doch nicht nur die Unternehmen, die direkt mit der Produktion und dem Verkauf von Fahrzeugen zu tun hat, profitiert von der Lust der Deutschen am Autofahren. Auch gibt es zahlreiche Dienstleister, die indirekt davon profitieren. Waschstraßen sind in kaum einem anderen Land so beliebt, auch die Tuningszene ist in Deutschland sehr präsent.
Wichtige Ressourcen für die Wirtschaft einer jeden Nation sind nicht nur Erdgas, sondern insbesondere auch Erdöl. Hier kann Deutschland keine eigenen Ressourcen vorweisen, und daher wird Erdöl und Erdgas aus dem Ausland importiert. Gerade Russland ist hier ein wichtiger Partner, und die Abhängigkeit von diesem Land in Bezug auf Erdöl und –gas sorgt für die intensiven und freundlichen diplomatischen Beziehungen mit Russland.
In einigen Branchen ist Deutschland marktführend. Ein Beispiel ist die Medizinindustrie. Im Baden-Württembergischen Tuttlingen, einer mittelgroßen Stadt im Schwarzwald, ist die Dichte an Unternehmen aus der Medizintechnik ungewöhnlich hoch. Ob Dentalbranche oder Chirurgie, Produkte aus Tuttlingen genießen weltweiten Ruhm. Ob Unternehmen wie Aesculap oder Storz, der Vertrieb der medizinischen Instrumente und Geräte ist weltweit ausgelegt. Ein anderes Beispiel dafür wie deutsche Unternehmen Branchennischen besetzen ist ein mittelständisches Unternehmen aus dem Herzen des Schwarzwaldes. Hier werden Spikes produziert, um in Autoreifen montiert zu werden. Das Besondere dabei: der Einsatz von Spikes ist auf deutschen Straßen untersagt, und so wird nahezu 100% der Produktion ins Ausland exportiert, vornehmlich in skandinavische Länder und nach Kanada.